Inklusion

Inklusion - diesen Begriff kennen viele nur aus der aktuellen - und zumeist sehr kontrovers verlaufenden - Diskussion um Schule. Aber Inklusion beinhaltet viel mehr - sie ist auf alle gesellschaftlichen Felder anzuwenden. Die UN-Behindertenrechtskonvention hat 2008 „Inklusion“ als Menschenrecht für Menschen mit Behinderungen erklärt. Inklusion (lateinisch „Enthaltensein“ oder "Dabei Sein") bedeutet, dass alle Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

Das heißt: Menschen mit Behinderungen müssen sich nicht mehr integrieren und an die Umwelt anpassen, sondern diese ist von vornherein so ausgestattet, dass alle Menschen gleichberechtigt leben können – egal wie unterschiedlich sie sind. Das Ideal der Inklusion ist, dass die Unterscheidung „behindert/nichtbehindert“ keine Relevanz mehr hat.

Der Begriff „Inklusion“ entstand erstmals in den 70er-Jahren in den USA, als Mitglieder der Behindertenbewegung eine volle gesellschaftliche Teilhabe einforderten. Obwohl damit alle Lebensbereiche gemeint sind, hatten ihre Forderungen zunächst vor allem Auswirkungen auf den Bildungsbereich. Sie führten zum Beispiel 1994 zur Salamanca-Erklärung der UNESCO-Weltkonferenz. Dort beschlossen Vertreterinnen und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen und von rund 90 Staaten das gemeinsame Ziel „eine Schule für alle“.

Wir bei PAUL kocht! leben Inklusion, denn bei uns arbeiten Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam an wertvollen Produkten, die als Lebensmittel elementare, authentische und sinnliche Produkte sind. Diese werden in saisonaler Produktion und handwerklicher Qualität hergestellt und auf vielfältigen Vertriebskanälen angeboten. Vorrangig werden diese Produkte seit September 2016 im eigenen Café/Bistro angeboten, das ein Ort lebendiger, herzlicher Gastfreundschaft und zugleich Ausdruck gelebter Inklusion ist. Hauptzielsetzung des Sozialunternehmens PAUL kocht! und seines Gründervereins Prima Arbeiten und Leben - PAUL e.V. sind nicht allein die Produktion und Handel mit Gütern und Dienstleistungen sondern Beschäftigung und Teilhabe der Mitarbeiter der Zielgruppe (junge Erwachsene mit einer Behinderung lt. § 2 Abs.(2) SGB IX). Hier kann man die Satzung von PAUL kocht einsehen.

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